Im Umfeld des nach ökologischen Grundsätzen realisierten «Hauses im Garten» entstand ein produktiver Gartenraum, der gestalterische Klarheit mit ökologischer Funktion und nutzungsorientierter Pflanzenverwendung verbindet. Im Auftrag von Irma Peter entwickelte der Landschaftsarchitekt Matthias Brück (perMatur) eine Anlage, die den Garten als langfristig wirksames, sich kontinuierlich entwickelndes Gartensystem versteht – nicht primär als Ziergarten, sondern als lebendigen, ertragsfähigen und kulinarisch hochwertigen Lebensraum.
Die Gestaltung basiert auf einem sorgfältigen Bodenaufbau sowie auf der bewussten Weiterentwicklung der vorhandenen Vegetationsstrukturen. Darauf aufbauend wurde ein vielschichtiges Pflanzgefüge aus mehrjährigen, überwiegend essbaren Arten und Sorten aufgebaut, ergänzt durch Obst-, Nuss- und sogar Gemüsegehölze sowie naturnahe Strukturelemente. Der Garten ist als dynamisches System konzipiert, dessen kulinarische Produktivität mit zunehmendem Alter deutlich zunimmt.
Im Rahmen eines Rundgangs erläutert Matthias Brück die gestalterischen und pflanzenbaulichen Prinzipien der Anlage. An konkreten Beispielen werden Pflanzenarten und -sorten vorgestellt, ihre Nutzungsmöglichkeiten erläutert sowie Aspekte der Ernte und Zubereitung thematisiert. Der Garten dient dabei zugleich als Anschchauungsraum für die Verbindung von Freiraumgestaltung, Ökologie und kulinarischer Nutzung.
Zum Pflanzenspektrum zählen unter anderem essbare Magnolien, ein Szechuan-Pfefferstrauch, ein sogenannter Gemüsebaum sowie verschiedene essbare Funkienarten. Der Garten bietet Raum für Aufenthalt, Beobachtung und Nutzung und versteht sich als kontinuierlich wachsendes System, das gestalterische Qualität, ökologische Stabilität und produktive Nutzung dauerhaft miteinander verknüpft.
Die Anmeldung geht an info@permatur.org, bei starkem Regen entfällt die Veranstaltung. Weitere wichtige Informationen werden bei Anmeldung im Vorfeld bekanntgegeben.