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Essbare Magnolien (Magnolia) – zwischen Evolutionsgeschichte, Gestaltung und Kulinarik
Magnolien (Magnolia) gelten hierzulande als reine Ziergehölze, besitzen jedoch ein überraschendes kulinarisches Potenzial: Blütenblätter und Knospen einzelner Arten sind essbar und zeigen Aromen von Ingwer, Kardamom oder Nelke. Als sehr ursprüngliche Blütenpflanzen mit archaischem Aufbau werden sie von Käfern bestäubt. Ihre heutige Vielfalt stammt aus Ostasien und Nordamerika; in Europa verschwanden sie während der Eiszeiten und kamen erst im 18. Jh. zurück. Neben ihrer starken gestalterischen Wirkung liefern sie früh im Jahr Pollen für Insekten und verbinden so ästhetische, ökologische und essbare Funktionen.
Felsenbirnen (Amelanchier) – Unterschätztes (Wild-)beerenobst, dessen Strauch häufig “nur” als Zierstrauch eingesetzt wird.
Felsenbirnen (Amelanchier) sind vielseitige Gehölze mit hohem Zier- und Nutzwert. Im Frühjahr erscheinen dichte, weisse Blüten, gefolgt von süssen, aromatischen Früchten, die frisch oder verarbeitet genutzt werden können. Viele Arten sind robust und standorttolerant. Auch ökologisch sind sie wertvoll: Blüten und Beeren fördern Insekten und Vögel. Damit verbinden Felsenbirnen Gestaltung, Ertrag und Biodiversität.